
Weihnachtsbaum-Sülze! Warum die so heißt, sieht man auf dem letzten Bild unten. Leider konnten wir die von Mitesserin in einem Aufräumwahn versteckten Pastetenformen nicht finden und mussten mit einer großen Kastenform improvisieren, die nicht ganz voll wurde.
Wir hatten einen linken Vorderfuß vom Schwein mit ziemlich viel Bein dran, deshalb haben wir es
dextermäßig mit dem
Fiskars Minibeil, das wir noch nie Outdoor, sondern immer nur Indoor, nämlich in der Küche, benutzen haben, in drei Stücke zerlegt. Die Schweinehaxe haben wir der Länge nach halbiert, das kleine Stück Schulter haben wir gelassen, wie es war.

Die Zehnägel haben wir nicht lackiert, auch wenn es so aussieht. Dafür haben wir, nachdem wir das Fußfoto gemacht haben, zwischen den Schweinezehen mit einem Messer den Dreck entfernt und den Fuß gewaschen.



Lorbeer, Kardamom, Nelken, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Koriandersamen, Senfsamen in etwas Öl erhitzen, bis die Senfsamen aufpoppen.

Das kleingeschnittene Gemüse dazugeben und
sautieren.

Dann das Fleisch dazugeben und heißes Wasser angießen. Solange auf mittlerer Temperatur köcheln, bis das Fleisch gar ist. Bei unterschiedlichen Schweinekörperteilen zwischendurch prüfen, ob ein Fleischstück schon vor den anderen raus kann. Mit einer Stunde Kochzeit kann man ungefähr rechnen.

Wir haben, um den Namen
Weihnachtsbaum-Sülze zu rechtfertigen, mit Gürkchen und eingelegten Perlzwiebeln zwischenzeitlich etwas Tannenbaumähnliches ausgelegt.

Anschließend haben wir das zerkleinerte Fleisch dazugegeben und weitere Perlzwiebeln und Gürkchen als dekorative Elemente in der gedachten Mitte der Sülze ausgelegt.

Die Brühe hatten wir vorher durch ein Sieb passiert, ungefähr einen Liter in einen anderen Topf umgefüllt, mit Salz, Zucker und Apfelessig abgeschmeckt und den Rest eingefroren. Da Gelantine etwas vom Geschmack nimmt, kann ruhig kräftig gewürzt werden. In der Brühe haben wir 10g Blattgelantine aufgelöst. Die Brühe darf
nicht kochen, sonst zieht die Gelantine nicht mehr richtig an. Wer auf Schweinefüße oder -ohren verzichtet, die beide ebenfalls Gelantinelieferanten sind, muss mehr Blatt- oder Pulvergelantine nehmen (ca. 20g Gelantine : 1 L Brühe). Anschließend haben wir die noch heiße Brühe vorsichtig in die Kastenform gegossen.

Die abgekühlte und abgedeckte Sülze haben wir über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
Und so sieht sie dann von oben aus, die
Weihnachtsbaum-Sülze:

Als Begleitung geht nichts über Bratkartoffeln, Remoulade und Pils.
Wir hatten noch Freunde da, das war praktisch, denn zum einen haben die noch Bier mitgebracht, zum anderen ging die Sülze so im Nu weg.
Man sollte übrigens gar nicht erst versuchen, Sülze einzufrieren. Wir haben es früher mehrmals versucht (schockgefrostet, langsam eingefroren, langsam aufgetaut, hinterher nochmal gekocht), allerdings ist das Ergebnis jedesmal im Müll gelandet.