
Eigentlich ist mir die Antwort auf die umstrittene Frage, ob die Geburtsstätte der Zwiebelsuppe in Frankreich oder in der Toskana liegt, schnurzegal, solange die Suppe schmeckt. Soviel aber weiß ich, die Schweizer waren es nicht. Aber um eine Schublade zu finden: Diese Zwiebelsuppenversion hier ist eher eine italienische Carabaccia als eine französische Soupe à l'oignon gratinée.
Zubereitung:
Ganze
Mandeln kurz blanchieren, damit sie sich leicht aus der Haut drücken lassen. Mit etwas grobem Salz im Mörser zerreiben. Mit dem
Weinessig vermischen und zur Seite stellen.
Die
Karotte und den oberen Teil einer
Selleriestange in kleine Würfel schneiden. Die
Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Das Basilikum, falls nötig, säubern und zerzupfen.

Die
Karotten- und Selleriewürfel, das
Basilikum und die
Zimtstange in einem großen Suppentopf mit einer Prise Salz in etwas Olivenöl dünsten. Nach ungefähr 5 Minuten die
Zwiebeln und wieder etwas Salz dazugeben. Die Zwiebeln dürfen nicht braun werden. Nach 5 Minuten die
Mandel-Essig-Mischung unterrühren und für weitere 5 Minuten dünsten.

Alles abdecken und auf kleiner Flamme
rund 45 Minuten garen.
Die
Zimtstange entnehmen. Temperatur erhöhen, die
Brühe angießen, aufkochen lassen und für 15 Minuten verkochen. Hühnerbrühe ist mir am liebsten, eine gute Gemüsebrühe geht auch. Keinesfalls geht Instantbrühe, dann notfalls lieber klares Wasser und Salz nehmen, das ist allemal besser.
Die fertig gekochte Suppe mit Salz und etwas Essig abschmecken und in ofenfeste Suppentassen portionieren. Auf die Suppe getoastete
Weißbrotscheiben legen und geriebenen
Pecorino oder Parmesan oder Gruyère dazugeben. Was halt da ist, aber davon viel. Zurückhaltung ist hier wirklich fehl am Platz. Die Suppe wird für 5-10 Minuten bei 250°C direkt unter dem Ofengrill gratiniert.
Vor dem Servieren geben wir auf jede Portion für den Extrakick noch ein paar Tropfen von unserem besten
Olivenöl und etwas
gemahlenen Zimt.

Wer das Brot weglassen oder lediglich als Beilage essen will oder wem der Teil mit dem Ofen zuviel Aufwand sein sollte: die Suppe schmeckt natürlich auch, wenn man nur den Käse darüber streut. Der "Olivenöl- und Zimt-Kick" muss aber sein. Ehrlich.
Zutaten für 4-6 Personen:
1 kg Zwiebeln
80 g Mandeln (gehäutet, gemahlen)
1 Zimtstange
4 EL Weinessig (mild)
1 Stange vom Staudensellerie ohne den unteren, dicken Teil
1 kleine Karotte
1 Bund Basilikum
1 guter Liter Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe)
Pecorino oder Parmesan oder Gruyère, gerieben
Weißbrotscheiben, getoastet
Zimtpulver